1869 Name durch Städt. Koll. festgelegt
Lange Reihe - (Alter) Bahnhof
1912 Verlängert bis Großer Kuhberg
1980 Großer Kuhberg zw. Bäckergang und Exerzierplatz wird in den "Ziegelteich" einbezogen.
Verlauf :-
1869 (Alter) Bahnhof - Walkerdamm
1876 Sophienblatt - Walkerdamm
1912 Sophienblatt - Großer Kuhberg
1980 Sophienblatt - Exerzierplatz
Benennung "Am Ziegelteich" für die Strecke Lange Reihe bis (Alter) Bahnhof seit 1869; vorher "Bei der Ziegelei"
Nach einem infolge Lehmabgrabens s.Zt. entstandenen Teich auf dem jetzt wieder zugeschütteten Gelände des Thaulowmuseums. Gegenüber, auf dem Terrain des späteren Bahnhofs, lag die Ziegelei der Kirche St. Nikolai.
Benannt nach dem Ziegelteich der Kirche St.Nikolai.Auf dem aufgeschütteten Gelände (Teich 1866 zugeschüttet) stand das Thaulowmuseum, heute das Kaufhaus Karstadt.
An das Stadtkloster nach der Stadt zu schlossen sich Gärten mit einzelnen Häusern und dann folgte etwas zurück gelegen, gegenüber dem Ziegelteich, die schon früher erwähnte, halb verfallene Ziegelei. Bekanntlich mußten von dieser der Nikolaikirche gehörenden Ziegelei die Bewohner Kiels zu allen Bauten das Material nehmen, was das Bauen sehr erschwerte, da die Preise infolge der Konkurrenzlosigkeit hoch und oft nicht einmal Steine genug vorrätig waren. Durch das Ausgraben des Lehms für diese Ziegelei war mit der Zeit der Ziegelteich und der Sumpf an der vorderen Küperwiese entstanden; da aber an diesen Stellen das Material längst ausgegangen war und man den Lehm mit großen Unkosten weither kommen lassen mußte, so machte sich die Ziegelei trotz des Monopols nicht bezahlt, zumal wegen der hohen Preise an einen Absatz der Waren nach auswärts nicht zu denken war. 1833 erwarb die Stadt die Ziegelei nebst Grundstück von der Kirche. ...
Neben der Ziegelei, nach der Stadt zu, befand sich 1838 ein Schiffsbauplatz, dann folgte ein Holzlager, das von dem Ausfluß des Ziegelteichs in den Hafen begrenzt wurde.
Auf der gegenüberliegenden Seite der Straße waren mit Ausnahme der wenigen angeführten Bauten nur Gärten, Wiesen und Sumpfflächen mit Ellern und Weiden bestanden, nur ab und zu fand sich ein Gartenhaus.
An dem schon bei der Schilderung des Aussehens der Stadt 1793 und 1806 erwähnten Weg vom Sophienblatt nach der Prüne, der jetzigen Friedrichstraße, liegt das Militärkrankenhaus. Während der Cholerazeit der Jahre 1830 und 1831 diente es als Choleraspital. Am Schülperbaum finden sich einige Häuser, der Königsweg ist noch ganz unbebaut. Vom Schülperbaum zum Ziegelteich erstreckte sich eine Wiese, durchschnitten von einem zu diesem Gewässer führenden Abfluß des Prünerteichs. Ein Trottoir bestand bei der Pappelallee nicht, das Pflaster war sehr schlecht und der Weg für Fußgänger bei Regenwetter schwer passierbar. Hinter der Allee senkte sich das Terrain von Dorfgarten bis zur Stadt allmählich zum Hafen hinab, erst die Anlage der Bahn brachte den Anfang der großartigen Umgestaltung welche dann in späteren Jahrzehnten fortgesetzt das Ufergebilde des Hafens vollständig verändert haben.

 

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  • Ziegelteich 1965
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